Energieförderungen: Auf erneuerbare Energien umsteigen lohnt sich
44 Millionen Euro an Beiträgen gewährt - Schwerpunkte bilden energetische Sanierung, gefolgt von Wärmepumpen und Photovoltaik – 2026 bis 31. Mai einreichen
BOZEN (LPA). Umsteigen lohnt sich: So lautet die Devise im Bereich der Förderungen für die Steigerung der Energieeffizienz und den Ausbau der erneuerbaren Energiequellen, in die das Land Südtirol konsequent investiert.
"Die Fördermittel im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind entscheidend, um die Energiewende zu unterstützen und den Klimaplan Südtirol 2040 umzusetzen. Die Förderperiode 2025 hat gezeigt, dass die Zuschüsse für Photovoltaik, Wärmepumpen und Energiesparmaßnahmen gut genutzt werden. Wir laden Unternehmen, Private und Organisationen ein, dies weiterhin zu tun: Jeder und jede Einzelne kann dazu beitragen, unsere Umwelt für künftige Generationen zu bewahren und Südtirols Energiezukunft aktiv mitzugestalten“, betonte der Landesrat für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sowie Energie Peter Brunner.
44 Millionen Euro an Beiträgen gewährt
Die Zahlen aus dem Landesamt für Energie und Klimaschutz sprechen eine deutliche Sprache: 2025 hat das Land Südtirol insgesamt 44 Millionen Euro an Fördermitteln für 1250 zugelassene Beitragsansuchen (2024: 23 Millionen Euro, 950 Beitragsansuchen) für erneuerbare Energie und Energieeffizienz bereitgestellt.
Insgesamt sind 2025 1.306 Beitragsanträge im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energiequellen eingereicht worden. Davon wurden 1250 Anträge zur Finanzierung zugelassen: Über 40 Prozent entfallen auf Wärmepumpen mit Photovoltaikanlagen, 24 Prozent auf Photovoltaikanlagen für kleine Unternehmen, 16 Prozent betreffen energetische Sanierungen und 9 Prozent thermische Solaranlagen.
Das Gesamtinvestitionsvolumen der zur Förderung zugelassenen Anträge betrug rund 117 Millionen Euro.
„Die Beiträge, die 2025 vergeben wurden, tragen dazu bei, dass 13.126 Tonnen an CO2-Emissionen vermieden werden können. Dies entspricht der CO₂-Menge, die bei der Verbrennung von 5.294.336 Litern Heizöl freigesetzt würde", betonte Landesrat Brunner. „Ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Reduktion fossiler Brennstoffe."
Wärmepumpen-Offensive geht weiter
Mit den Kriterien für die Förderperiode 2026, die die Landesregierung im Dezember 2025 genehmigt hat, setzt sie ihr Engagement im Bereich erneuerbare Energie fort (LPA hat berichtet).
So wird unter anderem der Einbau von "elektrischen Wärmepumpen mit Photovoltaikanlagen" auch 2026 mit 60 Prozent der zulässigen Kosten gefördert. Bei Mehrfamilienhäusern beträgt der Fördersatz sogar 80 Prozent. "Die Wärmepumpen-Offensive stieß bereits 2025 auf große Resonanz. Wir halten das hohe Förderniveau aufrecht, denn der Umstieg auf diese klimafreundliche Heizlösung soll für möglichst viele Menschen möglich sein", unterstreicht Brunner.
Für die kleinen Unternehmen wird der Fördersatz für den Einbau von Photovoltaikanlagen von 20 Prozent der zulässigen Kosten auf 25 Prozent angehoben, wenn die verwendeten Endprodukte und wichtigsten Anlagenkomponenten nicht aus China stammen.
Wieder gefördert für natürliche Personen, öffentliche Verwaltungen, Körperschaften ohne Gewinnabsicht sowie auch für kleine Unternehmen wird der Einbau von Speicherbatterien für Photovoltaikanlagen.
Investitionen in die Energieförderungen seien nicht nur eine Frage des Klimaschutzes, sondern auch der Wirtschaftlichkeit, betonte Brunner bei der Pressekonferenz: „Wir investieren jetzt in den Umstieg auf erneuerbare Energien, um später hohe Kosten einzusparen.“ Dabei müsse immer auf die soziale Verträglichkeit geachtet werden. „Mit gezielten Förderungen sollen alle an der Energiewende teilhaben“, erklärte der Landesrat.
Bis 31. Mai Förderanträge einreichen
Noch bis 31. Mai 2026 können Bürger, Unternehmen und öffentliche Körperschaften die Förderanträge über das Online-Portal myCIVIS mittels SPID, CIE oder aktivierter Bürgerkarte einreichen. Dies muss vor Beginn der Arbeiten erfolgen.
Um auf die Fördermöglichkeiten aufmerksam zu machen, läuft in den kommenden Wochen eine Informationskampagne des Landes: Diese wird in verschiedenen Printmedien präsent sein, über Social Media verbreitet und durch Radiospots begleitet. Zusätzlich werden die Kampagnenmotive in den Zügen gezeigt.
Gemeinsam mit der Agentur für Energie Südtirol - KlimaHaus bietet das Landesamt für Energie und Klimaschutz zudem einen Beratungsservice zu den Energieförderungen an. Eine Umfrage im vergangenen Jahr hat ergeben, dass 83 Prozent der Beratungsnehmenden diesen Service als sehr hilfreich empfanden.
Alle Infos zu den Energieförderungen 2026 finden sich auf dem Landeswebportal unter Beiträge im Bereich Energie.
mpi

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- Bis 31. Mai können Bürger, Unternehmen und öffentliche Körperschaften die Anträge für Energieförderung einreichen. Alle Informationen dazu finden sich in den Broschüren des Landesamtes für Energie und Klimaschutz sowie im Landeswebportal. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 1 MB]
- Landesrat Peter Brunner betonte die große Akzeptanz der Energieförderungen und rief dazu auf, die Fördermittel zu nutzen: "Jeder und jede Einzelne kann dazu beitragen, unsere Umwelt für künftige Generationen zu bewahren und Südtirols Energiezukunft aktiv mitzugestalten." (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Flavio Ruffini, Direktor der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz: "Die Förderungen für die Steigerung der Energieeffizienz und den Ausbau der erneuerbaren Energien haben nicht nur positive Auswirkungen auf die Umwelt, sondern auch auf die Lebensqualität der Menschen und auf die Wirtschaft." (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 3 MB]
- Das Land Südtirol setzt konsequent auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien: 2025 wurden insgesamt 44 Millionen Euro an Fördermitteln für 1250 zugelassene Beitragsansuchen gewährt. Damit können 13.126 Tonnen an CO2-Emissionen vermieden werden, berichteten Landesrat Peter Brunner (links) und Abteilungsdirektor Flavio Ruffini auf der Pressekonferenz. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Die Mittel der Energieförderung zielen darauf ab, die Energiewende zu unterstützen: Über die Förderschwerpunkte informierten Landesrat Peter Brunner und Flavio Ruffini, Direktor der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz, in einer Pressekonferenz am 10. März in Bozen. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Präsentation zur Pressekonferenz Energieförderungen mit LR Brunner und Abteilungsdirektor Ruffini am 10. März » [PDF 2 MB]



