Euregio-Innovationspreis 2025: Die Sieger stehen fest

16.08.2025, 17:30

Unternehmen RevIVe MedTech, B2Labtech und Wiegon GmbH gewinnen beim Euregio-Innovationspreis zum Thema „Wettbewerbsfähigkeit“ in Alpbach

Euregio-Innovationspreis: (v. l.) LH Arno Kompatscher (Südtirol), LH Anton Mattle (Tirol), Marcus Hofer (Jurypräsident und Geschäftsführer der Standortagentur Tirol), Präsidentin Barbara Thaler (Wirtschaftskammer Tirol), Luca Benedetti (2. Platz), Eva Littringer (1. Platz), Bernhard Weiskopf und Florian Ennemoser (3. Platz), Präsident Michl Ebner (Handelskammer Bozen), Präsident Andrea De Zordo (Handelskammer Trient) und Landesrat Simone Marchiori (Trentino). (Foto: Land Tirol/Sedlak)
Euregio-Innovationspreis: (v. l.) LH Arno Kompatscher (Südtirol), LH Anton Mattle (Tirol), Marcus Hofer (Jurypräsident und Geschäftsführer der Standortagentur Tirol), Präsidentin Barbara Thaler (Wirtschaftskammer Tirol), Luca Benedetti (2. Platz), Eva Littringer (1. Platz), Bernhard Weiskopf und Florian Ennemoser (3. Platz), Präsident Michl Ebner (Handelskammer Bozen), Präsident Andrea De Zordo (Handelskammer Trient) und Landesrat Simone Marchiori (Trentino). (Foto: Land Tirol/Sedlak)

ALPACH (LPA). Innovative Ansätze im Bereich „Wettbewerbsfähigkeit“ sind heuer im Mittelpunkt des Euregio-Innovationspreises gestanden, der am 16. August  während der Euregio Days beim Europäischen Forum Alpbach verliehen worden ist. Am meisten konnte das Unternehmen RevIVe MedTech aus Kufstein die Jury überzeugen. Auf den Plätzen zwei und drei landeten B2Labtech aus Rovereto und Wiegon GmbH aus Landeck.

Die Wirtschaftskammer Tirol und die Handelskammern von Bozen und Trient stiften den Euregio-Innovationspreis. Die Präsidentin Barbara Thaler (Wirtschaftskammer Tirol), Präsident Michl Ebner (Handelskammer Bozen) und Präsident Andrea De Zordo (Handelskammer Trient) überreichten im Beisein des Euregio-Präsidenten und Südtiroler Landeshauptmanns Arno Kompatscher, des Tiroler Landeshauptmanns Anton Mattle und des Trentiner Landesrates für Autonomie und Kultur, Simone Marchiori die Preisgelder in Höhe von 10.000, 5.000 und 2.000 Euro.

„Die Euregio Awards sind weit mehr als eine Auszeichnung. Die eingereichten Projekte sind wertvolle Ideengeber für die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino. Mit den Auszeichnungen holen wir junge Talente und innovative Ansätze vor den Vorhang, welche Ansporn für weitere Forschung oder auch zukunftsweisende Projekte sein können“, betonte Landeshauptmann Kompatscher.

Jurypräsident und Geschäftsführer der Standortagentur Tirol Marcus Hofer zeigte sich beeindruckt: „Die Siegerprojekte beweisen, dass Unternehmen in der Euregio nicht nur am internationalen Wettbewerb teilnehmen, sondern diesen aktiv mitgestalten.“

Für den Euregio-Innovationspreis konnten Unternehmen mit Sitz in der Euregio Produkte, Dienstleistungen oder Anwendungen einreichen, die Innovationen im Bereich „Wettbewerbsfähigkeit“ für das eigene Unternehmen oder für Kundinnen und Kunden vorantreiben.

Zusatzinformationen

Euregio-Innovationspreis - Die Siegerprojekte

Ester Platz: RevIVe Medtech GmbH, Kufstein

Projekt: Care @ home - Ein innovatives Konzept für die chemische Stabilität von Antibiotika während der Anwendung

Eva Littringer, Martin Schwarz

RevIVe Medtech GmbH ist ein dynamisches Startup-Unternehmen, das sich der Revolutionierung des derzeitigen Paradigmas verschrieben hat und die Landschaft der intravenösen (IV) Therapie verändern möchte. Wir entwickeln eine IV-Therapieplattform, die ein benutzerfreundliches medizinisches Gerät mit einem In-Use-Mischkonzept kombiniert, das eine sichere und zugängliche IV-Therapie für Patienten ermöglicht, unabhängig von der Umgebung (Klinik/Gemeinde), und das auch von Nicht-Experten sicher bedient werden kann.

Unser einzigartiges In-Use-Mischkonzept ermöglicht die bedarfsgerechte Zubereitung und Verabreichung von Infusionslösungen, überwindet die Einschränkungen der chemischen Stabilität und ermöglicht die Verwendung des richtigen Medikaments in der richtigen Dosis zum richtigen Zeitpunkt. Diese bahnbrechende Innovation trägt dazu bei, dass unser bestehendes und künftiges Antibiotika-Portfolio im Kampf gegen antimikrobielle Resistenzen wirksam bleibt.

Zweiter Platz: B2 Labtech Srl, Rovereto

Projekt: AI-driven Human Centric Lighting

Luca Benedetti

B2 Labtech hat ein innovatives intelligentes Beleuchtungssystem entwickelt, das künstliche Intelligenz nutzt, um künstliches Licht an die Bedürfnisse von Menschen und Umgebungen anzupassen und dabei natürliches Licht nachzubilden. Diese Technologie verbessert das Wohlbefinden, die Konzentration und die Produktivität, während sie gleichzeitig den Energieverbrauch senkt.

Dank fortschrittlicher Sensoren und KI-Algorithmen passt unser System die Beleuchtung in Büros, Schulen, Krankenhäusern und städtischen Räumen automatisch an und gewährleistet stets optimale Lichtverhältnisse. Tests in Zusammenarbeit mit der Universität Trient zeigen konkrete Vorteile: bis zu 40 % Energieeinsparung, 30 % weniger CO₂-Emissionen und eine 15 %-ige Verbesserung der Arbeits- und Schulleistungen.

Wir bieten sowohl Hardware (KI-IoT-Motherboards zur Lichtsteuerung) als auch Software zur Datenanalyse an und ermöglichen durch Echtzeit-ESG-Berichte die Überwachung der sozialen und ökologischen Auswirkungen der Beleuchtung.

Dritter Platz: wiegon GmbH, Landeck

Projekt: Mit dem modernsten Wertstoffhof Europas zu mehr Nachhaltigkeit"

Florian Ennemoser, Bernhard Weiskopf

wiegon hat ein innovatives System entwickelt, das die Wertstoffabgabe rund um die Uhr ermöglicht – ganz ohne Personal vor Ort. Bürger:innen können ihre Wertstoffe jederzeit sicher und einfach entsorgen, auch abends, am Wochenende oder an Feiertagen. Möglich wird das durch eine Kombination aus intelligenter Hardware, digitaler Steuerung und einer zentralen Leitstelle, die alle Standorte in Echtzeit überwacht. Die Anlage steuert Zugänge, verrechnet kostenpflichtige Abgaben kilogenau und sorgt für Ordnung und Sicherheit. Städte und Gemeinden profitieren von effizienteren Abläufen, sinkenden Betriebskosten und höheren Recyclingquoten. Die autonome 24/7-Wertstoffabgabe ist ein wichtiger Schritt in Richtung digitaler Kreislaufwirtschaft – flexibel, ressourcenschonend und zukunftsweisend.

red/pio/gst

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