Joint Projects: Südtirols Forschung nutzt internationale Vernetzung
Fünf Kooperationsprojekte umgesetzt, weitere zehn starten im Jahr 2025 – Forschungspartnerschaften mit Einrichtungen in Deutschland und der Schweiz
BOZEN (LPA). Das Land Südtirol fördert finanziell Forschungsprojekte, die mehrere (internationale) Partner unter Südtiroler Beteiligung umsetzen. Möglich sind diese Partnerschaften mit Partnern in der Schweiz, in Österreich, in Deutschland und in Luxemburg. Im Jahr 2024 wurden fünf neue Joint Research Projects gestartet, drei davon gemeinsam mit bundesdeutschen Partnern und zwei mit Forschungseinrichtungen aus der Schweiz. Von Südtiroler Seite sind daran die Freie Universität Bozen, Eurac Research und das Naturmuseum beteiligt. Für 2025 sind zehn weitere Joint Projects startbereit, die bereit 2024 positiv begutachtet wurden.
"Die angegangenen Projekte bringen uns als Forschungsstandort weiter. Denn damit nutzen wir einerseits ein flexibles und zuverlässiges Instrument zur Forschungsfinanzierung und stärken andererseits die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Südtiroler Forschenden und jenen unserer Nachbarländer. Damit wird das Forschungsnetzwerk weiter international gestärkt und ausgeweitet", ist Philipp Achammer, zuständig unter anderem für den Bereich der Innovation und Forschung, überzeugt. Das Land Südtirol hat für den Südtiroler Teil der fünf Projekte für den Dreijahreszeitraum 2024-26 insgesamt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) und der Schweizerische Nationalfonds fördern mit eignen Geldmitteln den deutschen bzw. schweizerischen Projektteil.
Zusatzinformationen
Das Projekt DyHealthNet wird von der Freien Universität Bozen (Fakultät für Ingenieurwesen, Johann Gamper) und von Eurac Research (Institut für Biomedizin, Christian Fuchsberger) koordiniert und in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Technischen Universität München umgesetzt. Dabei geht es um die Entwicklung neuer Datenmodelle, Indexstrukturen und Algorithmen, um damit große Gen-Datenmengen interaktiv und flexibel analysieren zu können. Das Ziel ist es auf diese Weise signifikante Zusammenhänge zwischen Daten und Krankheiten zu erkennen.
Bei R3D geht es um die Verwendung von fortschrittlichen Robotersystemen, um die Effizienz, Resilienz und Sicherheit von Produktionslinien moderner Industrien zu erhöhen. Das Projekt wird von der Freien Universität Bozen (Fakultät für Ingenieurwesen, Renato Vidoni) und der ETH Zürich umgesetzt.
CALDERA nennt sich ein Projekt, das sich mit dem Ende der Eiszeit und dessen Folgen für das tropische Ökosystem befasst. Es wird vom Naturmuseum (koordiniert von Evelyn Kusstatscher) koordiniert und gemeinsam mit der ETH Zürich realisiert.
Ebenfalls vom Naturmuseum (koordiniert von Evelyn Kusstatscher) wird das Projekt WETTEST umgesetzt, Projektpartner ist hierbei die Universität Zürich. Untersucht wird dabei wie sich der außergewöhnliche Klimawandel der Trias auf die Entwicklung der Pflanzen in (sub-)tropischen Regionen ausgewirkt hat.
DGT Exudates nennt sich das Projekt, das von der Freien Universität (Fakultät für Agrar-, Umwelt- und Lebensmittelwissenschaften, Tanja Mimmo) gemeinsam mit der Justus-Liebig-Universität Gießen umgesetzt wird. Dabei werden innovative Probeentnahmetechniken zur Untersuchung von Pflanzenwurzelabsonderung entwickelt. Dies soll zu einem besseren Verständnis führen, wie die Phosphoraufnahme im Hartweizen effizient verbessert werden kann.
ck