Mure im Ahrntal: Wildbachverbauung seit Mitternacht am Werk
Unmittelbar nach dem Gewitter mit Starkregen am 5. August mit Murgang zwischen Luttach und St. Johann im Ahrntal hat die Wildbachverbauung mit den Arbeiten begonnen
AHRNTAL (LPA). Ein heftiges Gewitter mit Starkregen mit 50 Litern pro Quadratmeter hat gegen 22.30 Uhr am 5. August einen starken Murgang zwischen Luttach und St. Johann ausgelöst. Seit der Nacht arbeiten rund 150 Einsatzkräfte daran, die Zufahrt ins hintere Ahrntal wieder freizubekommen. Vorarbeiter Hubert Brugger und Martin Moser vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost in der Agentur für Bevölkerungsschutz sind seit Mitternacht im Einsatz. "Die Schutzbauten und der bestehende Damm orographisch rechts oberhalb der Gewerbezone haben schlimmere Folgen verhindert", fasst Amtsdirektor Michael Baumgartner zusammen. Das Rückhaltebecken direkt oberhalb der Landesstraße wurde mit Murmaterial total aufgefüllt. Der Wildbachverbauung ist es mittlerweile gelungen, den Durchlass der Ahr freizuräumen. Die Straße ist weiterhin gesperrt, die Räumungsarbeiten sind voll im Gange.
Ausgelöst wurde die Mure nach heftigen Niederschlägen durch den Rötbach im Bereich der Daimerhütte. Gewaltige Mengen an Geröll, Holz und Schlamm wurden talwärts gerissen. Das Material hat im Oberlauf mehrere Brücken mitgerissen, staute die Ahr auf und verschüttete die Landesstraße.
Rund 150 Menschen südlich und nördlich der Mure mussten vorsorglich evakuiert werden, sie werden vom Zivilschutzzug des Weißen Kreuzes versorgt.
Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten darauf, die gewaltigen Schuttmassen zu beseitigen. Mehrere Bagger und Lastwagen im Auftrag der Wildbachverbauung sowie Maschinen des Landesstraßendienstes sind im Einsatz. Mobilisiert wurden an die 30.000 Kubikmeter Geröll und Schlamm.
mac