Nationalpark Stilfserjoch: Landesrat Brunner auf Lokalaugenschein

31.07.2026, 08:05

Landesrat Brunner besucht Nationalparkhaus culturamartell und begutachtet instandgesetzte Trockenmauern in Martell und Stilfs – Finanzierung mit zweckgebundenen Mitteln des Umweltministeriums

Besuch im Nationalparkhaus culturamartell (von links): Gemeindereferent Roland Schwienbacher, Landesrat Peter Brunner, Martells Bürgermeister Georg Altstätter und Hanspeter Gunsch, Direktor des Landesamtes für den Nationalpark Stilfserjoch. (Foto: LPA/Thomas Bodner)
Besuch im Nationalparkhaus culturamartell (von links): Gemeindereferent Roland Schwienbacher, Landesrat Peter Brunner, Martells Bürgermeister Georg Altstätter und Hanspeter Gunsch, Direktor des Landesamtes für den Nationalpark Stilfserjoch. (Foto: LPA/Thomas Bodner)

MARTELL/STILFS (LPA). Bei einem Lokalaugenschein hat sich Umwelt-, Natur- und Klimaschutzlandesrat Peter Brunner vor kurzem im Nationalpark Stilfserjoch vor Ort unter anderem ein Bild von der Wiederinstandsetzung von Trockenmauern in den Gemeinden Martell und Stilfs gemacht.

"Trockenmauern sind wichtige, traditionelle Landschaftselemente mit einer hohen ökologischen Funktion. Ihre Instandhaltung trägt zum Erhalt unserer wertvollen Kulturlandschaft bei", betonte Landesrat Brunner.

Finanziert wird die Instandsetzung von Trockenmauern im Gebiet des Nationalparks Stilfserjoch vom Umweltministerium über zweckgebundene Mittel für die Erhaltung von Trockenmauern. Voraussetzung für die Finanzierung ist, dass die Trockenmauern auf öffentlichen Flächen liegen und von öffentlichem Nutzen sein müssen.

Umgesetzt werden die Projekte vom Landesamt für den Nationalpark Stilfserjoch derzeit mit den Nationalparkgemeinden Martell, Stilfs, Prad am Stilfserjoch, Laas und Taufers im Münstertal. "Insgesamt stehen dem Land Südtirol derzeit Finanzmittel im Ausmaß von rund 1,1 Millionen Euro zur Verfügung", berichtet Hanspeter Gunsch, Direktor des Landesamtes für den Nationalpark Stilfserjoch. Die Zusammenarbeit zwischen Land und Nationalparkgemeinden funktioniere dabei gut.

Wichtig für Landschaftsbild und Artenvielfalt

Die Bedeutung der traditionellen Trockenmauern für das Landschaftsbild ist groß: "Diese Mauern sind nicht nur ästhetisch wertvolle Landschaftselemente, sondern bieten mit ihren Rissen und Fugen und ihrem Pflanzengürtel vielfältigen Lebensraum für Pflanzen- und Tierarten und fördern damit die Artenvielfalt", erklärt Amtsdirektor Gunsch. Sie prägen die Landschaft im Vinschgau seit Jahrhunderten und seien damit ein wichtiges Kulturgut.

Neben der Besichtigung der Trockenmauern bot der Besuch von Landesrat Peter Brunner auch Gelegenheit, sich vor Ort über aktuelle Anliegen im Nationalpark Stilfserjoch auszutauschen. "Besonders gefreut hat mich, dass wir auch das kürzlich sanierte Nationalparkhaus culturamartell besichtigen konnten", ergänzt Georg Altstätter, Präsident des Führungsausschusses des Nationalparks Stilfserjoch und Bürgermeister von Martell.

Zusatzinformationen

Vereinbarung zwischen Land Südtirol und Nationalparkgemeinden

Die Instandhaltungsmaßnahmen an den Trockenmauern im Nationalpark Stilfserjoch werden jeweils mit einer Vereinbarung zwischen Land Südtirol und betroffener Gemeinde geregelt.

In der Gemeinde Stilfs wurde mit einer Finanzierung von 265.000 Euro bereits ein Projekt umgesetzt. Ein zweites Projekt mit der Gemeinde Stilfs ist in Ausarbeitung. Weitere bereits umgesetzte Projekte betreffen die Gemeinden Martell (Finanzierung in Höhe von rund 95.000 Euro) und Prad am Stilfserjoch (Finanzierung in Höhe von rund 97.000 Euro).

Die genehmigten Projekte der Gemeinden Taufers im Münstertal (zweckgebundene Mittel in Höhe von rund 172.000 Euro) und Laas (zweckgebundene Mittel in Höhe von rund 225.000 Euro) befinden sich hingegen derzeit in der baulichen Umsetzungsphase.

mpi