Naturns: Landesrat Brunner besichtigt Wohnprojekt mit Preisbindung
Pilotprojekt für leistbaren Wohnraum in der St.-Prokulus-Straße – Wohnungen zu einem festgelegten Preis von 3300 Euro brutto pro Quadratmeter Konventionalfläche
NATURNS (LPA). Leistbaren Wohnraum zu schaffen und damit insbesondere den Wohnbedürfnissen der einheimischen Bevölkerung Rechnung zu tragen, ist ein wichtiges Ziel der Wohnbaupolitik des Landes. Auch die Gemeinde Naturns möchte das Angebot an leistbarem Wohnraum gezielt erweitern. Dazu soll das Wohnbauprojekt mit Preisbindung in der St.-Prokulus-Straße beitragen, das sich Landesrat Peter Brunner gemeinsam mit dem Naturnser Bürgermeister Zeno Christanell und Gemeindesekretärin Katja Götsch vor kurzem im Rahmen eines Lokalaugenscheins angesehen hat.
"Wohnen ist ein Grundbedürfnis und muss auch für Menschen mit mittlerem Einkommen leistbar bleiben. Mit dem Modell 'Wohnen mit Preisbindung' schaffen wir einen zusätzlichen Weg, um den Wohnungsmarkt zu entlasten und mehr Menschen den Zugang zu leistbarem Wohnraum zu ermöglichen. Das Beispiel in Naturns zeigt, wie Gemeinden und private Bauträger gemeinsam dazu beitragen können, dieses Ziel konkret umzusetzen", betonte Landesrat Brunner.
Pilotprojekt in der St.-Prokulus-Straße
Der Gemeinderat hat vorläufig eine Mischzone für Wohnungen mit Preisbindung in Naturns ausgewiesen. Das Projekt in der St.-Prokulus-Straße, am Fuße des Naturnser Sonnenbergs, umfasst insgesamt drei Mehrfamilienhäuser. Im nördlichen Gebäudeteil sind vier Wohnungen mit Preisbindung vorgesehen, die zu einem festgelegten Preis von 3300 Euro brutto pro Quadratmeter Konventionalfläche angeboten werden sollen. Damit liegt der Kaufpreis mindestens 30 Prozent unter dem marktüblichen Preisniveau für diese Zone. Zwei Wohnungen befinden sich im Erdgeschoss und verfügen über einen eigenen Garten, die beiden weiteren liegen im Obergeschoss. Zum Projekt gehören auch Garagenstellplätze und gemeinschaftliche Freiflächen.
"Wir wollen in Naturns Wohnraum schaffen, der für die einheimische Bevölkerung auch tatsächlich leistbar ist. Eine erste Bedarfserhebung in der Gemeinde hat gezeigt, dass es dafür eine konkrete Nachfrage gibt. Deshalb möchten wir das Instrument der Preisbindung nutzen und innerhalb der bestehenden Siedlungsgrenzen zwischen fünf und fünfzehn Wohnungen ermöglichen", erklärt Bürgermeister Christanell. "Das besichtigte Projekt ist ein konkreter Schritt in diese Richtung."
Mit dem Modell "Wohnen mit Preisbindung" unterstützt das Land Gemeinden dabei, zusätzlichen leistbaren Wohnraum zu schaffen. Durch die Festlegung eines maximalen Verkaufspreises soll sichergestellt werden, dass die Wohnungen zu leistbaren Konditionen angeboten werden.
red/mpi