Operation Daywork Menschenrechtspreis: Nominierungen bis 5. Mai
Gewinner des Menschenrechtspreises werden von Jugendlichen mit Spenden unterstützt – Vorgeschlagen werden können Einzelpersonen, Organisationen, Bewegungen und informelle Gruppen
BOZEN (LPA). Bereits seit 2008 beteiligen sich Südtiroler Jugendliche am europaweiten Projekt Operation Daywork. Dieses ist ein Projekt von Jugendlichen und für Jugendliche zur Bewusstseinsbildung, das vom Landesamt für Freiwilligenwesen und Solidarität sowie der Abteilung Deutsche Kultur finanziert wird. Am diesjährigen Aktionstag Mitte April haben etwa 350 Jugendliche und über 250 Arbeitgeber teilgenommen. Voraussichtlich wird dabei eine Spendensumme von ca. 15.000 Euro zusammenkommen.
Mit diesem Geld wird der Gewinner des Operation Daywork Menschenrechtspreises aus dem Vorjahr unterstützt, Red Interquorum Pasco aus Peru. Es handelt sich dabei um eine Organisation von Studenten, welche gegen die mächtigen Bergbauunternehmen in der Gegend der Stadt Cerro de Pasco in den peruanischen Anden vorgeht, um das Recht der Bevölkerung auf Gesundheit und eine saubere Umwelt zu verteidigen.
Nun ist Operation Daywork auf der Suche nach dem nächsten Preisträger bzw. der nächsten Preisträgerin des Menschenrechtspreises (2025/26). Jugendliche haben dabei wieder die Möglichkeit, Menschen, die im Bereich der Menschenrechte aktiv sind, direkt zu unterstützen.
Bis 5. Mai Nominierungen für Operation Daywork Menschenrechtspreis einreichen
Noch bis Montag, 5. Mai , können Kandidatinnen und Kandidaten für die Auszeichnung vorgeschlagen werden (hier geht es zum Nominierungsformular). Mit dem Operation Daywork Menschenrechtspreis 2025/2026 werden Einzelpersonen, Organisationen, Bewegungen und informelle Gruppen ausgezeichnet, die sich mit herausragendem zivilgesellschaftlichen Engagement für die Achtung der Menschenrechte einsetzen. Der Preis soll auch dazu beitragen, verschiedene Problemfelder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und Menschenrechtsverteidiger durch internationale Aufmerksamkeit zu schützen, sowie auch andere zu ermutigen, sich für Menschenrechte zu engagieren.
Aus den eingegangenen Vorschlägen wird eine Vorauswahl von drei Nominierten gemacht, die bei der Vollversammlung von Operation Daywork am 16. Mai von denjenigen, die sie nominiert haben, vorgestellt werden. Wer den Gewinner oder die Gewinnerin des Menschenrechtspreis 2025/2026 nominiert, wird Mitglied des Operation-Daywork-Teams im nächsten Jahr.
Weitere Informationen gibt es online unter www.operationdaywork.org.
Zusatzinformationen
BOZEN (LPA). Operation Daywork fand seinen Ursprung in Schweden und hat sich mittlerweile zu einem europaweiten Projekt entwickelt. Der Gedanke dahinter ist einfach: Jugendliche arbeiten einen Tag und finanzieren mit ihrem Verdienst daraus ein von ihnen ausgewähltes Projekt. Die Oberschülerinnen und Oberschüler entscheiden sich freiwillig und in Absprache mit der Schulleitung dafür, einen Tag nicht zur Schule zu gehen und stattdessen in einem Unternehmen zu arbeiten. Dieses vergibt dafür eine Spende (vorgeschlagen sind 51 Euro pro Jugendlichem) an den Gewinner des Operation Daywork Menschenrechtspreises.
Operation Daywork bietet den Oberschülerinnen und Oberschülern die Möglichkeit, über ihre Grenzen hinauszublicken und sich mit dem Thema Menschenrechte und Umwelt im Zusammenhang mit Globalisierung und Kapitalismus auseinanderzusetzen. Dies geschieht über konkrete Beispiele, die kritische Aspekte aufzeigen und gleichzeitig neue Blickwinkel und Entwicklungsmodelle in den Raum bringen, über die die Jugendlichen nachdenken und diskutieren können. Außerdem wird durch die Unterstützung des jährlichen Menschenrechtspreisträgers aktiv einer Veränderung beigetragen.
In Südtirol haben in den vergangenen Jahren jährlich rund 300 Jugendliche und 250 Arbeitgeber am Aktionstag teilgenommen und dabei eine durchschnittliche jährliche Summe von 15.000 Euro gesammelt.
Dank des Engagements der Jugendlichen konnten Projekte in Indien (2008), Honduras (2009), El Salvador (2010), Peru (2011), Palästina (2012), Bosnien-Herzegowina (2013), Burkina Faso (2014), Albanien (2015), Kolumbien (2016), Kap Verde (2017), Benin (2018), Westjordanland (2019), Guatemala (2021), Ecuador (2022) und Honduras (2023) unterstützt werden.
red