Projekt NEST: Wege zu nachhaltigem Ernährungssystem
Vom Feld auf den Teller: Vier Handlungsfelder für mehr Regionalität und bessere Abstimmung zwischen Landwirtschaft und Gastronomie in Südtirol
BOZEN (LPA). Das Projekt NEST (Nachhaltiges Ernährungssystem Südtirol) zeigt konkrete Wege zu einer nachhaltigeren Ernährung in Südtirol auf. NEST wurde vom Land Südtirol initiiert und als Auftrag an Eurac Research vergeben. Die IDM Südtirol fungierte als enger Kooperationspartner im Projekt. Im Zentrum steht eine bessere Abstimmung von Angebot und Nachfrage entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Voraussetzung dafür ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung, Großhandel und Gastronomie sowie passende Bedingungen.
Im Rahmen des Projekts wurden rund 80 Akteurinnen und Akteure eingebunden. Daraus wurden vier zentrale Handlungsfelder abgeleitet: eine stärkere Vernetzung zwischen Landwirtschaft und Gastronomie, der Aufbau zentraler Verteilerstrukturen, die Weiterentwicklung hin zu einer nachhaltigeren und stärker pflanzenbasierten Gastronomie sowie die Förderung von Innovation und Wissenstransfer.
Landeshauptmann Arno Kompatscher unterstreicht: "Wir stehen hier vor einem klassischen Henne-Ei-Problem: Produzentinnen und Produzenten brauchen Sicherheit bei der Abnahme ihrer Produkte, während Betriebe in der Gastronomie auf ein verlässliches Angebot angewiesen sind. Der Ansatz, regionale Produkte auf den Teller zu bringen, ist zweifellos der richtige Weg, zumal es in Südtirol bereits eine hohe Sensibilität für regionale und nachhaltige Ernährung gibt. Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch in der Umsetzung. Für uns als Landesregierung ergibt sich daraus ein klarer Auftrag: Aus den vier Handlungsfeldern konkrete Maßnahmen abzuleiten und deren Umsetzung zu unterstützen."
Eine wesentliche Herausforderung liegt in der Abstimmung zwischen Angebot und Nachfrage: Landwirtschaftliche Betriebe produzieren mehr, wenn die Abnahme gesichert ist, während Gastronomiebetriebe stärker regional einkaufen, wenn ein entsprechendes Angebot verfügbar ist.
Um diese Herausforderungen zu überwinden, wird das Projekt unter anderem verbindliche Vereinbarungen wie Anbauverträge und zentrale Verteilerzentren umsetzen, um die Logistik zu erleichtern und den Marktzugang, insbesondere für kleinere Betriebe, zu verbessern. Auch die Gastronomie spielt eine zentrale Rolle: Eine stärker pflanzenbasierte, saisonale und regionale Menügestaltung kann die Nachfrage gezielt beeinflussen und nachhaltige Entscheidungen für Gäste sichtbarer machen.
Darüber hinaus hebt das Projekt die Bedeutung von Koordination hervor. Eine zentrale Stelle sowie sogenannte "Kümmerer" können Vernetzung, Planung und Kommunikation entlang der gesamten Wertschöpfungskette unterstützen. Praxisbeispiele aus Südtirol zeigen bereits, wie dieser Ansatz funktioniert und regionale Produkte erfolgreich in die Gastronomie integriert werden können.
Die gesamte Studie ist unter diesem Link abrufbar.
red/kat

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- Darüber hinaus hebt das Projekt die Bedeutung von Koordination hervor. Eine zentrale Stelle sowie sogenannte "Kümmerer" können Vernetzung, Planung und Kommunikation entlang der gesamten Wertschöpfungskette unterstützen. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Auch IDM Südtirol Präsident Hansi Pichler betonte die Wichtigkeit der sogenannten "Kümmerer", welche die Vernetzung, Planung und Kommunikation entlang der gesamten Wertschöpfungskette unterstützen. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Christian Hoffmann von Eurac Research präsentierte die vier verschiedenen Handlungsfelder. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Im Zentrum steht eine bessere Abstimmung von Angebot und Nachfrage entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Voraussetzung dafür ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung, Großhandel und Gastronomie sowie passende Bedingungen. Im Bild: Klaus Egger, Sonderbeauftragter für Nachhaltigkeit. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Landeshauptmann Arno Kompatscher unterstreicht: „Wir stehen hier vor einem klassischen Henne-Ei-Problem: Produzentinnen und Produzenten brauchen Sicherheit bei der Abnahme ihrer Produkte, während Betriebe in der Gastronomie auf ein verlässliches Angebot angewiesen sind." (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Landeshauptmann Arno Kompatscher unterstreicht: "Der Ansatz, regionale Produkte auf den Teller zu bringen, ist zweifellos der richtige Weg, zumal es in Südtirol bereits eine hohe Sensibilität für regionale und nachhaltige Ernährung gibt. Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch in der Umsetzung." (Foto: Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- NEST wurde vom Land Südtirol initiiert und als Auftrag an Eurac Research vergeben. Die IDM Südtirol fungierte als enger Kooperationspartner im Projekt. Im Bild: Roland Psenner, Präsident Eurac Research. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Im Rahmen des Projekts wurden rund 80 Akteurinnen und Akteure eingebunden. Daraus wurden vier zentrale Handlungsfelder abgeleitet: eine stärkere Vernetzung zwischen Landwirtschaft und Gastronomie, der Aufbau zentraler Verteilerstrukturen, die Weiterentwicklung hin zu einer nachhaltigeren und stärker pflanzenbasierten Gastronomie sowie die Förderung von Innovation und Wissenstransfer. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Auch die Gastronomie spielt eine zentrale Rolle: Eine stärker pflanzenbasierte, saisonale und regionale Menügestaltung kann die Nachfrage gezielt beeinflussen und nachhaltige Entscheidungen für Gäste sichtbarer machen. Im Bild: Bettina Schmid vom Hoteliers- und Gastwirteverband HGV. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]





