Stahlwerke: Einigung erzielt

07.08.2026, 13:20

Konzessionsvertrag mit Laufzeit von 30 + 30 Jahren – Garantien für strategische Produktion und Beschäftigung

Sie einigten sich auf den Konzessionsvertrag (von links): Landesrat Marco Galateo, Landeshauptmann Arno Kompatscher, Direktorin und Vorstandsmitglied der Stahlwerke Valbruna Antonella Amenduni Gresele und Landesrat Christian Bianchi. (Foto: LPA)
Sie einigten sich auf den Konzessionsvertrag (von links): Landesrat Marco Galateo, Landeshauptmann Arno Kompatscher, Direktorin und Vorstandsmitglied der Stahlwerke Valbruna Antonella Amenduni Gresele und Landesrat Christian Bianchi. (Foto: LPA)

BOZEN (LPA). Bei einem Treffen am Nachmittag des 6. August im Palais Widmann hat sich die Landesregierung mit den Vertretern des Unternehmens Valbruna über die Inhalte des neu abzuschließenden Konzessionsvertrages für die Nutzung des Areals der Stahlwerke in Bozen geeinigt. Die neue Konzession wird eine Laufzeit von 30 Jahren haben und wird auf Antrag des Unternehmens um weitere 30 Jahre verlängert. Voraussetzung dafür ist die nachweisliche Einhaltung der im Konzessionsvertrag festgelegten Auflagen, insbesondere betrifft dies die Beibehaltung des Beschäftigungsniveaus und die Fortführung der Stahlproduktion, welche vom zuständigen Ministerium als „Produktion von strategischem nationalen Interesse" eingestuft worden ist.

Bei dem Treffen wurde dem Unternehmen der von den zuständigen Landesämtern errechnete Schätzwert des Industrieareals vorgelegt. Die daraus resultierende jährliche Konzessionsgebühr wurde vom Unternehmen akzeptiert. Bei der Festlegung der Gebühr wurde berücksichtigt, dass das Unternehmen auch sämtliche Kosten für die notwendigen außerordentlichen Instandhaltungsarbeiten selbst trägt. Die zu entrichtende Gebühr unterliegt außerdem einer jährlichen Inflationsaufwertung.

Landeshauptmann Arno Kompatscher, der für die Industrieproduktion zuständige Landesrat Marco Galateo und Vermögenslandesrat Christian Bianchi äußerten ihre Genugtuung darüber, dass mit dem neuen Konzessionsvertrag das Eigentum des betreffenden Industrieareals in Landeshand bleibt und gleichzeitig strategische Industrieproduktion und Beschäftigung gesichert werden. Ausdrückliche Anerkennung fand die gute Zusammenarbeit mit dem Minister für Unternehmen und „Made in Italy" Adolfo Urso, dessen Ministerium bei der Ausarbeitung der Lösungsansätze beratend zur Seite stand. Ein Treffen mit den Vertretern der Gewerkschaftsorganisationen zur Erläuterung der Inhalte der erzielten Einigung ist vorgesehen.

Nun folgt die detaillierte Verschriftlichung des Konzessionsvertrages und dessen verwaltungsrechtliche Genehmigung durch die Landesregierung. Die formelle Unterschrift sollte wunschgemäß bereits vor Ablauf der für die Abwicklung der Vergabeprozeduren eingeräumten Konzessionsverlängerung erfolgen.      

red