Tagung in Bozen mit Blick auf Wahlen zwischen Recht und Politik
Verschiedene Aspekte von Wahlen standen im Fokus einer Tagung mit Fachleuten in Bozen – Diskutiert wurden rechtliche und politische Herausforderungen im Vergleich von Österreich-Italien
BOZEN (LPA). Wahlen, ein Thema, das wohl alle Demokratien in der Welt bewegt, standen am 18. Mai im Palais Widmann in Bozen im Mittelpunkt eines intensiven Austausches von Fachleuten, und zwar mit Fokus auf Recht und Politik und einem Vergleich zwischen Italien und Österreich.
Die Diskussion über Wahlsysteme sei ein dauerhaft aktuelles und in Italien immer wiederkehrendes Thema, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Eröffnung der Tagung. Gerade für Südtirol brauche es bei angestrebten Reformen weiterhin besondere Bestimmungen, um die Vertretung der sprachlichen Minderheiten sicherzustellen, betonte Kompatscher und wünschte, dass es den Gesetzgebern gelänge, tatsächlich faire, gerechte Regeln der Demokratie und Stabilität zu erlassen.
Der Vorsitzender des Senats der Universität Innsbruck und Dekan der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck, Universitätsprofessor Walter Obwexer, betonte: "Freie und faire Wahlen sind das Rückgrat der Demokratie. Diese zu erhalten und zu schützen, erfordert neue Ansätze im Recht und in der Politik. Besondere Herausforderungen liegen in der Digitalisierung sowie in der Bekämpfung von Desinformation und Manipulation."
Das wissenschaftliche Programm der Tagung "Wahlen zwischen Recht und Politik – Österreich und Italien im Vergleich", konzipiert von der Universität Innsbruck, bot einen umfassenden Vergleich des österreichischen und italienischen Wahlrechts. Thematisiert wurden unter anderem Vorgaben für Wahlen, Kandidatur und Mandatszuteilung, Wahlbeteiligung und Wahlverhalten bis hin zu Wahlkampf, Finanzierung und Kontrolle. Expertinnen und Experten, darunter Universitätsprofessor Günther Pallaver und die Universitätsprofessorinnen Anna Gamper und Esther Happacher, beleuchteten nationale und regionale Beispiele.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der Universität Innsbruck in gemeinsam mit dem Land Südtirol. Die Ergebnisse der Tagung werden in der Schriftenreihe "Grenzräume" veröffentlicht.
Die Tagungsunterlagen gibt es auch im Web unter: https://universe.uibk.ac.at/s/Wmiz8mgjTSG9H7C
san
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- Vorgaben für Wahlen, Kandidatur und Mandatszuteilung, Wahlbeteiligung und Wahlverhalten bis hin zu Wahlkampf, Finanzierung und Kontrolle thematisierten Fachleute bei der von der Universität Innsbruck und vom Land Südtirol organisierten Tagung "Wahlen zwischen Recht und Politik – Österreich und Italien im Vergleich" am 18. Mai in Bozen. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Landeshauptmann Arno Kompatscher (von links nach rechts) verwies bei der Eröffnung der Tagung "Wahlen zwischen Recht und Politik - Österreich und Italien im Vergleich" mit Anna Gamper (Universität Innsbruck/Staatsgerichtshof des Fürstentums Liechtenstein), Walter Obwexer (Vorsitzender des Senats der Universität Innsbruck und Dekan der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck), Christian Ranacher (Abteilung Verfassungsdienst Land Tirol) und Günther Pallaver (Universität Innsbruck/EURAC Research) auf die Wichtigkeit der Vertretung von Minderheiten. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 3 MB]
