Umfahrung Branzoll: Arbeiten im Süden beginnen
Lockergestein macht Bau zur Herausforderung - Bau der Umfahrung Branzoll dennoch im Zeitplan
BRANZOLL (LPA). Lockergestein macht den Bau des Tunnels der Umfahrung Branzoll derzeit zur Herausforderung. Aber die Arbeiten gehen planmäßig voran. In der Woche nach dem Maria-Himmelfahrt-Feiertag wird der Bau des offenen Abschnitts im Süden in Angriff genommen.
In den vergangenen Monaten wurden auf der Baustelle im Norden die Hauptarbeiten abgewickelt. "Bisher wurden 200 Meter von 640 Meter vom Kalottenvortrieb des Tunnels, also der oberen Hälfte des Tunnelquerschnittes und 60 Meter von der unteren Hälfte gemacht", erklärt Baustellenleiter Lukas Mair. Ab kommender Woche wird am Tunnelteil in offener Bauweise im Süden gearbeitet, der vor dem Winter fertig gebaut sein soll. In diesen Tagen wurden alle Maschinen wie z.B. der zweiarmige Bohrwagen Jumbo und alle Arbeitsgeräte für die weiteren Arbeiten verstellt und vorbereitet. An der Staatsstraße laufen derzeit Bodenstabilisierungsarbeiten, die im Herbst beendet sein sollen.
Vortrieb langsam, aber planmäßig
Bei Tunneln im Felsen und mit Sprengvortrieb gebe es im Schnitt einen Vortrieb von acht Metern pro Tag. Aufgrund des schwierigen Gesteins gehe es in Branzoll etwas langsamer, erklärt Sabine Thurner vom Landesamt für Straßenbau Mitte Süd. In der Tat verlaufe der Vortrieb nicht so schnell, die Arbeiten seien aber im Zeitplan, bestätigt Mair. Besonders herausfordernd sind laut Mair die Arbeiten im Lockergestein mit großen Steinen. Viele Sicherheitsvorkehrungen für die Mitarbeiter im Tunnel seien wichtig.
Beim Bau helfe die Neue Österreichische Tunnelbaumethode NÖT gerade in Branzoll, sagt Andrea Marzi, Direktor der Baufirma Strabag Italia. Dabei dient das umliegende Gestein selbst als tragendes Element. Die Wände werden durch Spritzbeton, Stahlbögen und Anker gesichert. Um das Gestein ständig zu kontrollieren, was für die Stabilität wichtig ist, gibt es im Tunnel alle neun Meter Kontrollpunkte.
"Die Umfahrung Branzoll soll weniger Autos im Ort und dafür mehr Lebensqualität für die Menschen bringen", betont Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Die neue Infrastruktur werde, zusammen mit den Umfahrungen von Auer, Steinmannwald und Leifers, den Verkehr auf der Brennerstaatsstraße (SS12) sicherer und flüssiger an den Orten vorbeileiten, sagt Alfreider. Anstelle der alten Straße entstehen laut Alfreider Fuß- und Radwege.
An der 1,9 Kilometer langen Umfahrung für Branzoll mit dem 702 Meter langen Tunnel und neuen Zufahrten wird seit März 2023 gebaut. Die Arbeiten erledigt die Bietergemeinschaft Strabag AG – Erdbau GmbH.
san
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- Der Bau des Tunnels für die Umfahrung von Branzoll geht aufgrund des Materials langsam, aber stetig voran. In den vergangenen Monaten wurden im Norden die Hauptarbeiten abgewickelt. Nach den Feiertagen werden die Arbeiten im Süden in Angriff genommen. (Foto: LPA/Angelika Schrott) » [IMG 1 MB]
- Die Umfahrung Branzoll soll weniger Autos im Ort und dafür mehr Lebensqualität für die Menschen bringen. (Foto: LPA/Angelika Schrott) » [IMG 243 kB]
- In diesen Tagen wurden alle Maschinen wie z.B. der zweiarmige Bohrwagen Jumbo und alle Arbeitsgeräte für die weiteren Arbeiten verstellt und vorbereitet. (Foto: LPA/Angelika Schrott) » [IMG 291 kB]
- Während der Arbeiten für den Bau der Umfahrung Branzoll wird alles unternommen, um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen. (Foto: LPA/Angelika Schrott) » [IMG 244 kB]
- Bisher sind vom Tunnel 200 Meter von der oberen Hälfte des Tunnelquerschnittes und 60 Meter von der unteren Hälfte gebaut. (Foto: LPA/Angelika Schrott) » [IMG 248 kB]
- An der Staatsstraße in Branzoll laufen derzeit im Zuge des Baus der Umfahrung Bodenstabilisierungsarbeiten, die im Herbst beendet sein sollen. (Foto: LPA/Angelika Schrott) » [IMG 1 MB]




