Unesco-Anerkennungen in Südtirol: Alle Infos auf neuer Webseite

09.01.2025, 15:46

Umfassende Informationen zum Dolomiten Unesco Welterbe und den anderen Unesco-Anerkennungen in Südtirol

Umfassende Informationen zum Dolomiten Unesco Welterbe und den anderen Unesco-Anerkennungen in Südtirol bietet seit kurzem das neue Unesco-Webportal des Landes. (Foto: IDM/Manuel Kottersteger)
Umfassende Informationen zum Dolomiten Unesco Welterbe und den anderen Unesco-Anerkennungen in Südtirol bietet seit kurzem das neue Unesco-Webportal des Landes. (Foto: IDM/Manuel Kottersteger)

Seit kurzem informiert ein neues Webportal des Landes zu den Unesco-Anerkennungen in Südtirol. Darin finden sich umfassende Informationen zum Dolomiten Unesco Welterbe, aber auch zu den anderen Unesco-Anerkennungen, die es in Südtirol gibt: Dazu zählen etwa die Aufnahme in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Technik des Trockensteinmauerns, der Transhumanz (Schnalstal, Passeiertal), des Alpinismus und der Traditionellen Bewässerung (Obervinschgau), aber auch die Eintragung der Stadt Bozen als Unesco-Kreativstadt für Musik oder der Unesco-Lehrstuhl an der Eurac Research in Bozen.

"Das neue Unesco-Portal der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung soll das Wissen und das Verständnis für die komplexe Welt der Unesco und für die Bedeutung dieser Auszeichnungen fördern", unterstreicht Abteilungsdirektorin Virna Bussadori. "Unesco-Anerkennungen dienen nicht dem Schutz, sondern bescheinigen einen außergewöhnlichen Status auf globaler Ebene, mit dem wir verantwortungsvoll umgehen müssen." In diesem Sinne sei das Landesgesetz 13/2023 zur koordinierten Führung der Unesco-Programme auf Landesebene eine wichtige Unterstützung, um die Verwaltung der Anerkennungen zu verbessern und neue Bewerbungsideen zu unterstützen.

In Bezug auf das Dolomiten Unesco Welterbe verfolgt der neue Web-Auftritt das Ziel, die lokale Bevölkerung zu informieren und miteinzubeziehen. "Der Schutz und die nachhaltige Entwicklung dieses Berggebietes kann nur gemeinsam gelingen", unterstreichen Marcella Morandini, Sonderbeauftragte Unesco, und Elisabeth Berger, Koordinatorin Dolomiten Unesco Welterbe in der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung. "Dazu müssen wir uns der weltweiten Einzigartigkeit dieses Gebiets bewusst sein und das muss sich im Umgang mit dieser außergewöhnlichen Natur widerspiegeln." Im Bereich Unser Welterbe für Sie des Portals finden sich daher viele Informationen zu aktuellen Initiativen mit den Bergführern und Wanderleitern, den Alpen- und Tourismusvereinen, aber auch didaktische Materialien für verschiedene Schulstufen.

Bewerbungen für Unesco-Anerkennungen

Seit 1. Jänner 2025 findet der Leitfaden für neue Bewerbungsprojekte für Unesco-Anerkennungen Anwendung, den die Landesregierung Mitte November auf Vorschlag von Landesrat Peter Brunner genehmigt hat (LPA hat berichtet). Projekte können von den Abteilungen des Landes Südtirol, den Südtiroler Gemeinden sowie Vereinen und Organisationen ohne Gewinnabsicht, die über einen Sitz, eine Außenstelle oder operative Einrichtungen auf dem Landesgebiet verfügen, vorgeschlagen werden.

Zusatzinformationen

Dolomiten Unesco Welterbe und andere Unesco-Anerkennungen in Südtirol

In Südtirol sind die Naturparks Drei Zinnen, Fanes-Sennes-Prags, Puez-Geisler, Schlern-Rosengarten, der Gebirgsstock Latemar und das Naturdenkmal Bletterbach Teil des Dolomiten Unesco Welterbes, das seit 2009 in die Welterbeliste der Unesco eingetragen ist. Insgesamt wurden 2009 neun Berggruppen - eine repräsentative Auswahl der Dolomiten - in die Welterbeliste der Unesco eingetragen. Die 142.000 Hektar großen Gebiete erstrecken sich über das Land Südtirol sowie die Provinzen Trient, Belluno, Pordenone und Udine.

2018 wurde die Technik des Trockensteinmauerns als transnationales Element in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes eingetragen.

2019 wurden die Transhumanz (Schnalstal, Passeiertal) und der Alpinismus, beide als transnationale Elemente, in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

2022 wurde im Rahmen der Unesco-Lehrstühle der Lehrstuhl Interdisciplinary Anticipation and Global-Local Transformation (Interdisziplinäre Antizipation und global-lokale Transformation) an der Eurac Research in Bozen eingerichtet.

Seit 2023 ist Bozen Kreativstadt für Musik und gemeinsam mit weiteren 13 italienischen Städten, darunter Bologna und Pesaro, Teil des „Unesco Creative Cities“- Netzwerks.

Ebenso seit 2023 ist die Traditionelle Bewässerung (Obervinschgau) als transnationales Element in der Repräsentativen Liste des Immateriellen Kulturerbes eingetragen.

mpi