Zentrum für Bibliotheken: Abbrucharbeiten gestartet

16.09.2026, 15:15

Abbrucharbeiten bei ehemaligen Pascoli- und Longon-Schulen – Laut Landesrat Christian Bianchi historischer Moment für Bozen - Neues großes Kulturzentrum entsteht

Die Abbrucharbeiten einiger Gebäudeteile des Schulkomplexes Pascoli-Lohon in Bozen markieren den Startpunkt für die Verwirklichung des neuen Zentrums für Bibliotheken, Autonomie und Minderheitenschutz. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)
Die Abbrucharbeiten einiger Gebäudeteile des Schulkomplexes Pascoli-Lohon in Bozen markieren den Startpunkt für die Verwirklichung des neuen Zentrums für Bibliotheken, Autonomie und Minderheitenschutz. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

BOZEN (LPA). Die Verwirklichung des Zentrums für Bibliotheken, Autonomie und Minderheitenschutz rückt näher. Am 16. September haben auf dem Gelände der ehemaligen Pascoli- und Longon-Schulen die Abbrucharbeiten begonnen, die den Startschuss die Projektumsetzung markieren.

"Es geht los! Heute haben wir ganz konkret den Beginn einer Umwandlung erlebt, auf die eine ganze Generation gewartet hat. Das ist nicht nur eine Baustelle, sondern der Start eines Projekts, das dieses Viertel verändern und Bozen ein neues großes Kulturzentrum schenken wird", betont Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi auf der Baustelle.

Beim Baustart waren neben Landesrat Bianchi auch der Bozner Bürgermeister Claudio Corrarati, der Verfahrensverantwortliche und Direktor der Landesabteilung Hochbau und technischer Dienst Marco Springhetti, Mauro Talamona als Vertreter des beauftragten Unternehmens CMB sowie die Direktorinnen und Direktoren der Bibliotheken, die im neuen Zentrum zusammengeführt werden, Valeria Trevisan (Claudia Augusta), Johannes Andresen (Teßmann) und Ermanno Filippi (Stadtbibliothek) mit dabei.

Die Verwirklichung des Zentrums für Bibliotheken, Autonomie und Minderheiten rücke näher und durch das gemeinsame Engagement zahlreicher Menschen und Institutionen entstehe ein Ort des Lernens, der Kultur und der Begegnung für die Stadt und das ganze Land, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher. Darüber hinaus könne das Zentrum als internationaler Bezugspunkt für das Zusammenleben in Vielfalt, die friedliche Konfliktlösung und den Minderheitenschutz werden, so Kompatscher.

Bürgermeister Claudio Corrarati sprach auf der Baustelle von einem historischen Moment, auf den die Stadt lange gewartet habe. "Einerseits ermöglicht uns dieses Vorhaben, mit Respekt und Dankbarkeit auf die Geschichte eines Gebäudes zu blicken, das das Leben unserer Gemeinschaft tief geprägt hat. Andererseits erhält es eine neue Funktion und neue Perspektiven und wird zu einem offenen, inklusiven und zukunftsorientierten Ort", sagte Corrarati. Das neue Bibliothekszentrum werde nicht nur für Bozen und Südtirol ein Bezugspunkt sein, sondern dank seiner Tätigkeit und des Modells, das es verkörpern werde, auch auf nationaler und internationaler Ebene, sagte Corrarati. Ein ganzes Stadtviertel werde aufgewertet, die Attraktivität der Stadt gestärkt und vor allem den Gemeinschaftssinn gefestigt, indem ein Raum für Begegnung, Kultur und Teilhabe geschaffen werde, der allen offenstehe.

Die anstehenden Arbeiten

Die vorbereitenden Arbeiten am Gelände wurden in den vergangenen Monaten abgeschlossen und ermöglichen nun den Beginn der eigentlichen Abbrucharbeiten einiger Gebäudeteile. Weil der Eingriff komplex ist, erfolgt der Abriss blockweise nach einem festgelegten Ablaufplan. Voraussichtlich im Frühjahrs 2027 sollen die Arbeiten beendet sein. Die Aushubarbeiten laufen, teils parallel vom Dezember 2026 bis September 2027.

Besondere Aufmerksamkeit gilt laut Hochbauressort dem Verkehrsmanagement und dem Miteinander im Stadtviertel, insbesondere aufgrund der Nähe zu den Schulen. Die Arbeiten beginnen deshalb erst um 8 Uhr morgens, um den morgendlichen Schulverkehr nicht zu beeinträchtigen. An den Wochenenden sind keine Arbeiten vorgesehen. Zusätzlich werden Lotsen eingesetzt, um den Verkehrsfluss und die Baustellenfahrzeuge zu koordinieren. Darüber hinaus soll es Maßnahmen zur Staubbindung geben, um die Auswirkungen auf den Schulbetrieb und das Wohnviertel möglichst gering zu halten.

"Es ist ein historischer Moment. Nun liegt eine komplexe Baustelle vor uns. Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger, die Anwohnerinnen und Anwohner, die Familien sowie die Betriebe im Viertel laufend und transparent über den Fortschritt der Arbeiten und die einzelnen Bauphasen informieren. Ein Projekt von dieser Bedeutung muss nicht nur gebaut, sondern Schritt für Schritt auch der Stadt erzählt werden", unterstrich Bianchi.

red/san

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