Vinschger Bahn: Mehr Sicherheit entlang der Bahnstrecke

17.09.2026, 13:04

Fertigstellung eines Schutzdamms im Rahmen des EFRE-Projekts "SafeTrain 3" zur Verringerung von Steinschlag- und Rutschungsrisiken entlang der Vinschger Bahn im Bereich "Holzbrugg"

Im Bereich "Holzbrugg" entlang der Vinschger Bahnlinie bei Schlanders hat die Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) einen neuen Schutzdamm fertiggestellt. (Foto: LPA/STA)
Im Bereich "Holzbrugg" entlang der Vinschger Bahnlinie bei Schlanders hat die Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) einen neuen Schutzdamm fertiggestellt. (Foto: LPA/STA)

SCHLANDERS (LPA). Im Bereich "Holzbrugg" entlang der Vinschger Bahnlinie bei Schlanders hat die Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) einen neuen Schutzdamm fertiggestellt. Die Maßnahme dient der Verringerung des Steinschlag- und Rutschungsrisikos und ist Teil des EU-geförderten Projekts "SafeTrain 3".

Auf einem rund 90 Meter langen Abschnitt zwischen den Streckenkilometern 67+030 und 67+120 wurde ein bewehrter Erddamm errichtet. Gleichzeitig werden die am Hang austretenden Gewässer gefasst und kontrolliert in Richtung Etsch abgeleitet. "SafeTrain 3" umfasst eine Gesamtinvestition von rund 868.000 Euro und wird im Rahmen des EFRE-Programms 2021–2027 realisiert.

Die Sicherheit des Bahnbetriebs ist bereits heute gewährleistet; die zusätzlichen Maßnahmen erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur, betont das Mobilitätsressort. Wie wichtig entsprechende Vorsorgemaßnahmen seien, habe der Murenabgang an der Brennerbahn in der vergangenen Woche gezeigt. 

"Sicherheit auf der Schiene beginnt nicht erst am Gleis. Entscheidend ist, Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt vorzusorgen. Mit Projekten wie SafeTrain 3 investieren wir gemeinsam mit europäischen Mitteln in eine widerstandsfähige und resiliente Bahninfrastruktur und damit langfristig in die Sicherheit der Menschen", betont Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.

"Der bewehrte Erddamm mindert das Steinschlag- und Rutschungsrisiko. Zudem wurde die Oberfläche begrünt, um eine möglichst gute Einbindung in die alpine Landschaft zu gewährleisten. Maßnahmen wie diese erhöhen die Dauerhaftigkeit der Infrastruktur und tragen dazu bei, die Sicherheit des Bahnbetriebs auch bei schweren klimatischen und hydrogeologischen Ereignissen zu gewährleisten", sagt Marco Stabile, Bereichsleiter Rails & Ropes bei der STA. 

Der neue Schutzdamm baut auf den kontinuierlichen Sicherungsmaßnahmen entlang der Vinschger Bahn seit deren Wiederinbetriebnahme im Jahr 2005 auf. Auf Grundlage hydrogeologischer und hydraulischer Untersuchungen werden Risiken laufend bewertet, Maßnahmen priorisiert und schrittweise umgesetzt.

red/kat